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Meinungsfreiheit versus bezahlter Reichweite

Der Nachrichtendienst Twitter hat angekündigt, ab November keine politische Anzeigen mehr zu veröffentlichen. Die Diskussion um Meinungsfreiheit versus bezahlter Reichweite von Meldungen hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht. Die globale NGO FirstDraft hat dazu einen spannenden Artikel verfasst, der die Herausforderungen in dieser Frage unter die Lupe nimmt: www.firstdraftnews.org

 

Erste Analyse der Selbsteinschätzung

Die ersten "Selbstbewertungsberichte" der Unterzeichnenden des EU-Verhaltenskodex für Desinformation (Google, Facebook, Twitter, Microsoft, Mozilla und andere) wurden Anfang November präsentiert. Die Europäische Kommission bemängelt allerdings, dass der Zugang zu den bislang zur Verfügung gestellten Daten nicht den Bedürfnissen unabhängiger ForscherInnen entspricht und es daher notwendig wäre, relevanten und datenschutzkonformen Zugang zu Datensätzen für Forschungszwecke zu erleichtern. Anfang 2020 wird die Kommission eine eigene umfassende Bewertung vorlegen. Kurbericht der Analyse: https://ec.europa.eu/newsroom/dae/document.cfm?doc_id=62698 

 

Hirn einschalten!

Das Ars Electronica Festival in Linz widmete sich 2019 dem digitalen Zeitalters, künstlicher Intelligenz, virtueller Realität und Diskussionen über „Fake News“. Im Fokus: die jungen Menschen. Unser ORF-Lieblings-Redakteur Simon Hadler verfasste dazu einen exzellenten Beitrag: https://orf.at/stories/3136212/

 

WhatsApp spielt mit dem Vertrauen

Die Kommunikation über WhatsApp spielt mittlerweile eine große Rolle für die Verbreitung von Desinformation und Hassmeldungen. Weil man die Verfassenden der Nachrichten meist persönlich kennt, gibt es den „Vertrauensvorschuss“, der bei facebook nicht immer vorhanden ist. Die Taskforce „East StratCom“, die beim Europäischen Auswärtigen Dienst angesiedelt ist, beschäftigt sich unter anderem verstärkt mit diesem Thema im Hinblick auf EU-Wahlen. Die Gruppe war gegründet worden, um Falschmeldungen aus russischen Quellen zu analysieren und sobald private Kommunikation öffentlich verfügbar wird, untersucht die StratCom auch die Herkunft.
Europäischer Auswärtigen Dienst: https://eeas.europa.eu