Projekt: CODES

CODES:CODES – Comprehending and Discussing Euroscepticism: www.codesproject.info 
Dem Euroskeptizismus auf der Spur - ein Projekt im Rahmen des EU-Programms Europa für BürgerInnen, Demokratisches Engagement und Bürgerbeteiligung. 

Das Projekt CODES ging in sieben Ländern der Frage nach, wie BürgerInnen die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union erleben. In moderierten Gesprächsrunden wurden positive und negative Erfahrungen diskutiert, um die Wahrnehmung von Frauen und Männern hinsichtlich der EU besser zu verstehen. Weiters wurden die Quellen für Informationen angesprochen – woher nehmen BürgerInnen ihr Wissen über die EU, wo informieren sie sich?

The World of NGOs organisierte im Herbst 2017 sieben Gesprächsrunden mit BürgerInnen in Niederösterreich (Pressbaum, Purkersdorf, St. Pölten, Innermanzing und Siegersdorf) und Salzburg (Großgmain, Elixhausen). Insgesamt taten 57 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 88 Jahren ihre Meinung im Gespräch kund.

Einige der interessanten Erkenntnisse: Das Ende der Roaming-Gebühren in Europa begeisterte vor allem die jüngeren TeilnehmerInnen an den Gesprächen, denn es erleichtert den europäischen Austausch im Alltagsleben junger Leute immens. Das Bild der Europäischen Union in ländlichen Regionen - sowohl in NÖ als auch im Salzburger Land - ist stark abhängig vom jeweiligen Wissensstand lokaler PolitikerInnen, deren Meinung oft viel zählt - neben den Nachrichten aus Fernsehen und Radio, die eindeutig zu den stärksten Meinungsmachern zählen.

UnternehmerInnen und auch Angestellte und ArbeiterInnen haben die Überwindung nationaler Grenzen in Europa im Blick, aber ebenso die "Überregulierung", die als "dunkle Seite der EU" das wirtschaftliche Leben oft erschwert. Interessant auch, dass Frieden und Fortschritt durch das Projekt Europa ebenso oft zur Sprache kamen wie die Regulierungsvorschriften, die das tägliche Leben von BürgerInnen beeinflussen, sei es zum Thema Lebensmittelsicherheit, Energie oder bäuerliches Wirtschaften.

Anschließend an die Gesprächsrunden mit BürgerInnen fanden drei Runde-Tische-Workshops mit insgesamt 25 MedienvertreterInnen und lokalen EntscheidungsträgerInnen mit unterschiedlicher Expertise (Forschung, Lehre, Kunst&Kultur, Umwelt) in Klosterneuburg, St. Pölten und Salzburg statt. 

Highlights aus diesen Workshops:

"Erasmus-Jugendliche sind die wahren EuropäerInnen. Sie verstehen automatisch die Vorteile der Europäischen Union und vernetzen sich ganz selbstverständlich über die nationalen Grenzen hinaus für ihr zukünftiges Leben. Sie sind unsere besten Rollenmodelle für alle EuroskeptizistInnen.”

Eine zweite wichtige Erkenntnis aus den Workshops ist das wachsende Informationsbedürfnis von MedienvertreterInnen auf lokaler Ebene: Was benötigt wird, sind zuverlässige, handverlesene Informationen, damit BürgerInnen Entscheidungen der EU leichter auf ihren Alltag und ihre Lebensumwelt beziehen können. Dieser Transfer von einer Flut an Meldungen in relevante Informationen fern von Propaganda für den Alltag der ÖsterreicherInnen geschieht noch nicht in passender Form - hier würden Projekte oder Initiativen begrüßt, die sich dieser Aufgabe der Auswahl und des Transfers widmen. 

 

Partner-Organisationen des Projekts

Koordinator: Comenius Universität, Bratislava www.uniba.sk 
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin www.dgap.org  
The World of NGOs, Wien www.ngo.at  
EuroPolicy, Bratislava www.europskeotazky.sk  
Social Development Institute, Budapest www.socialdevelopmentinstitute.eu  
Capital Foundation, Sofia foundation.capital.bg
Centre for Public Policy PROVIDUS, Riga providus.lv  
Fondation EURACTIV, Brüssel www.euractiv.com   

 

Note: "This project is supported by the Europe for Citizens Programme of the European Union. The European Commission support for the production of this website does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsi­ble for any use which may be made of the information contained therein."

Haben Sie Interesse an den Projektergebnissen oder Veranstaltungen, die wir zum Thema durchführten? Wir freuen uns über Ihre Beobachtungen und Hinweise. 
Kontakt: Anna Fischer, Tel 0676 33597 15 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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